10 gute Gründe für Listen im Content Marketing

Listen im Content Marketing

„Die 5 besten Wege, um…“, „Die Top 10 der …“: Listen oder Listicles sind heute allgegenwärtig. Inhalte werden á la BuzzFeed in Bulletpoints oder nummerierte Aufzählungen verpackt und mit einer Zahl in der Headline versehen. Listen sind meiner Erfahrung nach am leichtesten zu erstellen, werden am häufigsten angeklickt und performen generell am besten.

Diese Artikel in Form einer Aufzählung werden jedoch, trotz ihres Erfolgs, immer wieder als minderwertig oder trashig angesehen, und sind als fauler Journalismus und Clickbaits verschrien. Auch wenn sie oft kritisiert werden, ändert das aber nichts am unbestreitbaren Erfolg von Listen. Auch Blogger-Experten wie der affenblog springen für Listen in die Presche. Immerhin waren schon die 10 heiligen Gebote eine Liste!

Nur, weil Inhalte in dieser Form strukturiert werden, sind sie nicht automatisch weniger wertvoll. Im Gegenteil, es gibt 10 gute Gründe dafür, warum Listicles so perfekt für dein Content Marketing sind:

 

10 gute Gründe für Listen im Content Marketing

 

1. Content soll geklickt werden.

Menschen lieben Nummern und Listen. Sie sprechen uns an, da unser Gehirn wiederkehrende Muster erkennt und präferiert. Beim bekannten und vorhersagbaren Format der Liste fühlen wir uns wohl, und es weckt unsere Neugierde. Außerdem haben wir nach jedem gelesenen Punkt ein winziges Erfolgserlebnis: Wieder einen Schritt weiter in der Liste! Wieder etwas gelernt!

 

2. Content soll hilfreich sein.

List Posts geben dem Leser sofort das, was er sucht. Ein Artikel in Listenform zwingt den Autor dazu, konkret zu sein: Sowohl in der Auswahl der einzelnen Punkte der Liste, als auch in ihrer Beschreibung. Du lieferst also kein unstrukturiertes Blabla, sondern tatsächlichen Mehrwert.

 

3. Content soll gut strukturiert sein.

Listen strukturieren komplexe Inhalte und machen den Content einfacher zu verdauen. Eine Liste suggeriert: Ich habe alle Aspekte des Themas in Erwägung gezogen, und diese 10 Erkenntnisse aus meiner umfassenden Recherche gewonnen.

 

4. Content soll scannable sein.

Vielleicht möchte jemand nicht deinen ganzen 1000-Wörter-Artikel lesen, sondern nur die wesentlichen Ideen überfliegen. Bei einer Liste hat der Leser schnell die Inhalte des Artikels erfasst, bzw. kann entscheiden, ob sich das aufmerksame Lesen der einzelnen Absätze überhaupt lohnt (und das sollte es).

 

5. Content soll snackable sein.

Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8 Sekunden in 2015 gefallen. In unserer schnelllebigen Welt sollten Inhalte einfach und schnell zu erfassen sein – in der U-Bahn, in der Mittagspause oder im Bett. Das Häppchenformat wird unübersichtlichen Textwüsten klar vorgezogen! Weiters hilft das Format, die benötigte Lesezeit abzuschätzen, und sagt uns genau, was wir nach dem Klick auf die Headline erwarten können. Im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers kann das ein entscheidender Vorsprung sein.

 

Liste im Content Marketing

Bild: Pixabay

6. Content soll einfach sein.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Online-Texte keine Romane, Handbücher oder wissenschaftlichen Arbeiten sind. Menschen suchen online nach einer Lösung für ihr Problem, und erwarten eine simple Antwort. Das kann manchmal banal sein, aber banal ist gut! Banal gibt dem Leser das, was er sucht bzw. was ihn in diesem Moment interessiert. Und um nichts anderes geht es schließlich im Content Marketing.

 

7. Content soll sharable sein.

Listen werden nicht nur am öftesten gelesen, sondern auch am meisten geteilt. Wir lieben Ordnung und meiden Chaos – deswegen eignet sich die Struktur von List Posts am besten für magnetische Headlines, die auch auf Facebook, Twitter und Co. Leser anziehen.

 

8. Content soll gut kuratiert sein.

Listen sind ja an sich schon Content Curation. Warum sollte jemand 15 verschiedene Websites besuchen, um Schokokuchen-Rezepte herauszusuchen und zu vergleichen, wenn er all diese in einer sorgfältig kuratierten Liste zu den 15 besten Schokokuchen-Rezepten finden kann?

 

9. Content soll einfach zu erstellen sein.

Listen sind auf fast jedem Online-Portal die erfolgreichsten Artikel. Die Leute mögen sie also offensichtlich, und außerdem sind die einfach(er) zu erstellen – warum soll ich diesen Erfolgsweg bewusst NICHT einschlagen? Bloß weil irgendjemand meint, dass Listen doof sind? Außerdem bestimmt der Autor selbst über die Qualität des Inhalts – eine Liste ist schließlich kein Freifahrtschein, um schlechte Texte abzuliefern.

 

10. Content soll suchmaschinenoptimiert sein.

Listen bieten zu guter Letzt auch mehr Möglichkeiten für SEO: In den einzelnen Sublines und Absätzen können die Haupt- oder auch verwandte Keywords besser platziert werden. Wird ein Thema aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet oder werden mehrere Aspekte angeschnitten, ist der Artikel automatisch auch semantisch optimiert.

 

Guter Inhalt wird durch Zahlen und Absätze nicht geschmälert.

Solange dein Artikel gut recherchiert und geschrieben ist und einen Mehrwert liefert, macht es keinen Unterschied, ob die Inhalte als Absätze, Bulletpoints oder Nummerierungen strukturiert sind. Der schlechte Ruf von Listicles kommt meiner Meinung nach von ihrer inflationären Verwendung für unseriöse, uninteressante oder schlichtweg dumme Artikel – nicht von der Strukturierungsform per se.

 

Fazit: Habe keine Bedenken dabei, Listen zu produzieren, nur weil ein paar Unkenrufer nicht verstehen, warum sie quasi die Quintessenz des Content Marketing sind und wie sie effizient und seriös eingesetzt werden können. Wie siehst du die Debatte um Pro und Contra von Listen im Content Marketing?

Tolle kostenlose Bilder für deinen Blog in 3 Schritten

LILY_Bilder-Blog

Du kennst das vielleicht auch: Du hast endlich deinen Blogartikel fertiggeschrieben, feingeschliffen und SEO-optimiert und bist bereit, auf Veröffentlichen zu klicken. Und dann fällt dir ein: Oh nein, ich brauche ja noch Bilder. Mir geht es zumindest oft so.

Das Suchen und Bearbeiten von Bildern ist für viele Blogger bzw. bloggende Unternehmen eine der größten Herausforderungen im Content Marketing.

Wo finde ich die besten kostenlosen Bilder, wie darf ich sie verwenden, wie muss ich sie benennen, und wie kann ich ohne Photoshop-Kenntnisse Fotos bearbeiten und Grafiken erstellen? In 3 Schritten findest du es hier heraus!

Schritt 1: Gratis Fotos finden

Bilder, die man kostenlos und ungestraft für Blogs verwenden darf, fallen unter eine Creative Commons Lizenz. Es gibt 6 unterschiedlich strenge Creative Commons Lizenzen mit der Bedingung der Namensnennung (du musst den Fotografen nennen und verlinken) und eine Public Domain Lizenz, bei der der Urheber jegliche Rechte an seinem Werk abgibt. Gute Quellen für beide findest du weiter unten.

Blog Fotos findenBild: Vintage Kamera von SCQQTER lizenziert unter CC BY 2.0

Auf Flickr.com und CreativeCommons.org kannst du Bilder, die du unter den angegebenen Bedingungen frei verwenden darfst, suchen. Achte immer darauf, unter welcher Lizenz sie stehen und was du in den Credits angeben musst. Die Bilder sind manchmal mittelmäßig und privat, aber wenn du dir ein paar tolle Fotografen raussuchst und ihnen folgst, wird die Bildrecherche zum Kinderspiel!

 

9 Wege, Bilder für deinen Blog zu finden

 

1. Lizenzfreie Bilddatenbanken durchsuchen

Neben Flickr, Wikimedia und Co. gibt es unzählige Websites, die kostenlose Bilder zum Download anbieten. Ich persönlich mag Pixelio.de sehr gerne. Everystockphoto.com sucht in 10 Datenbanken gleichzeitig nach kostenlosen Bildern. Andere empfehlenswerte Anlaufstellen sind

FreeImages.com

FreePixels.com

FreerangeStock.com

MorgueFile.com

Photl.com

Photopin.com 

Piqs.de

Pixabay.com

RGBStock.de 

StockVault.net

Welche Plattform für dich am besten ist, ist Geschmackssache. Oft hat man auch ein bestimmtes Bild vor Augen, das man erst auf mehreren Plattformen suchen muss, bis man das passende Motiv findet! Da schadet es nicht, ein paar Lesezeichen zur Auswahl zu haben. Aber Achtung: Achte darauf, ob auch wirklich der Fotograf selbst das Bild hochgeladen und zum Download angeboten hat! Sonst kannst du mit einer Abmahnung rechnen.

Blog BilderdatenbankenBild: Lupo / pixelio.de 

2. Kostenlose Fotos abonnieren

Ich liebe Death To The Stock Photo – sie schicken mir laufend kostenlose Bilder als ZIP-Datei per Mail, und ich darf sie ohne Credits für alle Zwecke verwenden! Und was du dir unbedingt jetzt sofort bookmarken solltest, ist The Stocks: Hier findest du Tumblrs, E-Mail-Abonnements und Websites von Fotografen, die ihre großartigen Fotos kostenlos und teilweise mit Public Domain Lizenz zur Verfügung stellen, z. B. Jay Mantri.

Blog Foto-Abos Bild: Death to the Stock Photo

3. Befreundete Fotografen featuren

Auf meinem Blog hast du schon öfters Fotos von Max Pachernigg oder Martin Aschauer gesehen. Frage einfach befreundete Fotografen, ob du ihre Fotos für deinen Blog verwenden darfst! Namensnennung und Verlinkung sollten natürlich selbstverständlich sein. Du bekommst kostenlose Bilder und der Fotograf Reichweite und Klicks – Win-Win! Gute Fotografen findest du auch auf 500px.com und Flickr.com.

Blog FotografenBild: Max Pachernigg 

4. Eigene Fotos verwenden

Die einfachste und sicherste Methode, kostenlose Bilder für deinen Blog zu finden ist, sie einfach selbst zu machen! Geh dein Archiv und deinen Instagram-Feed durch und du findest sicher ein paar Schnappschüsse, die du verwenden kannst. Bonus: Du brauchst den Urheber nicht zu nennen und zu verlinken, denn wer sollte dich verklagen?

Blog eigene FotosBild: Privat

5. Screenshots machen

Wenn du ein Tutorial machst oder etwas vorstellst, können Screenshots den Artikel gut bebildern und das Thema veranschaulichen. Auch hier sollte natürlich die Quelle genannt und verlinkt werden. Hier eine Übersicht der Creative Commons Lizenzen:

Blog ScreenshotScreenshot: Wikipedia 

6. Animated GIFs einsetzen

WordPress behandelt ein Animated GIF genauso wie ein Bild: Du lädst es einfach über den Add Media-Button hoch (achte darauf, dass Full Size eingestellt ist)! Kostenlose Animated GIFs gibt es bei picgifs.com, gifs.net und giphy.com (hier musst du die URL in deinen Artikel einbetten, wie bei einem Video).

Bild: Giphy

7. Eigene Zeichnungen anfertigen

Du kannst nicht gut fotografieren, aber dafür zeichnen? Fertige eigene Illustrationen und Grafiken an und scanne sie ein oder fotografiere sie ab! So verleihst du deinem Blog außerdem eine ganz persönliche Note und zeigst Originalität und Einsatz.

Blog ZeichnungBild: Privat 

8. Infografiken erstellen

Infografiken liegen noch immer voll im Trend und lassen sich nicht nur auf deinem Blog, sondern auch auf Social Media vielseitig einsetzen. Eigene Infografiken kannst du zum Beispiel mit canva.comeasel.ly, piktochart.com, infogr.am oder Visual.ly erstellen.

Blog InfografikBild: grafiker.de 

9. Minimalistische Icons verarbeiten

Icons kannst du entweder alleine als Bild verwenden oder mit Text auf einen passenden Hintergrund setzen. Kostenlose Icons in verschiedenen Formaten und Größen bekommst du bei IconArchive, IconFinder oder FlatIcon! Auch diese müssen größtenteils mit Credits versehen werden, in diesem Fall als Code:

camera44Icon made by Icomoon from www.flaticon.com is licensed under CC BY 3.0

Schritt 2: Bilder einfach bearbeiten

Um Bilder zu bearbeiten, beschneiden oder verkleinern, verwende ich immer PicMonkey.com, eine meiner 5 unverzichtbaren Apps für Content Marketer. Mit dem sehr einfachen Programm kann man auch Collagen, Titelbilder für Blogposts, Facebook Cover und mehr Visuals erstellen! Genauso dafür geeignet sind Pixlr.com, Fotor.com oder Canva.com. Kostenlose Hintergründe und Texturen gibt es bei ImageAfter.com!

Blog BildbearbeitungScreenshot: PicMonkey 

Schritt 3: Credits verwenden

Wenn du verwendete kostenlose Bilder nicht richtig attribuierst, kannst du eine Menge Ärger und hohe Geldstrafen bekommen.

Merke dir einfach TASL für die Attribution der Fotos:

Title,

Author,

Source und

License. So wird die ideale Attribution von Creative Commons selbst beschrieben.

Eine korrekte Namensnennung sieht demnach so aus:

Out of focus von Eric Wüstenhagen lizenziert unter CC BY 2.0Out of focus von Eric Wüstenhagen lizenziert unter CC BY 2.0

Das Bild, der Fotograf und die Lizenz sind genannt und verlinkt! Natürlich ist es nicht bei jedem Foto notwendig, alles zu benennen und verlinken. Pixelio verlangt z. B. nur, dass der Fotograf und die Website genannt werden.

Visueller Content FTW!

Jetzt, wo du mit vielen guten Quellen und Ideen ausgerüstet bist, kann es losgehen: Viel Spaß beim Bilder suchen, erstellen und bearbeiten. Wenn du noch andere gute Quellen kennst, hinterlass bitte einen Kommentar!

 

PS. Eine weitere Möglichkeit, deinen Beitrag visuell ansprechender zu gestalten, sind Einbettungen von Facebook, Pinterest, Instagram, YouTube und Co. Diese sind auch absolut rechtssicher! Was ich genau damit meine, siehst du z. B. in diesem Artikel für meinen Kunden HEROLD: 5 Date-Ideen für ungestörte Zweisamkeit in Wien.

W-Fragen: Mein SEO-Geheimtipp für deinen Blog

W-Fragen SEO

Wer nicht fragt, bleibt dumm:

Menschen, die Google (oder andere Suchmaschinen) benutzen, haben generell ein einfaches Motiv dafür – ein Informationsdefizit.

User stellen sich also Fragen und möchten darauf Antworten erhalten. Idealerweise natürlich auf deinem Blog!

Eine effektive Methode, um User direkt von Google auf deine Seite zu holen, ist die Verwendung von sogenannten W-Fragen.

Das bedeutet, dass du genau die Fragen, die Suchende in Google eingeben, in deinen Online-Texten verwendest.

 

Was sind W-Fragen?

W-Fragen sind im journalistischen Sinn alle Fragen, die mit Worten wie Wer, Warum, Wo, Wie, Weshalb, Wann etc. beginnen – also offene Fragen, die nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Die klassischen 7 W-Fragen, die Journalisten in jedem Artikel beantworten sollten, sind

1. Wer?

2. Was?

3. Wann?

4. Wo?

5. Wie?

6. Warum?

7. Wozu?

 

Warum sollte man W-Fragen für SEO verwenden?

Die Antwort liegt auf der Hand: Wenn du eine spezifische Frage in deinem Text beantwortest, wird dein Blogartikel in den Suchergebnissen für genau diese Frage höher ranken (natürlich nur, wenn du auch alle anderen wichtigen SEO-Faktoren berücksichtigst), und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich angeklickt und gelesen werden.

Außerdem kommen dir beim Durchlesen der Fragen neue Ideen, wie du deinen Artikel aufziehen könntest, und ein besseres Gefühl dafür, was die Leute zu diesem Thema wirklich wissen wollen.

Und: Wir suchen heute nicht mehr nach einzelnen Wörtern, sondern immer mehr nach längeren Keyword-Phrasen oder ganzen Sätzen, vor allem dank sprachbasierter Suche mit Siri & Co. Fragen sind also suchmaschinentechnisch äußerst relevant!

 

 

Wie findet man die passenden W-Fragen?

Fragen, die sich User zu einem bestimmten Keyword stellen, kannst du entweder direkt aus Google Analytics händisch herausfiltern – oder über kostenlose W-Fragen-Tools, z. B. von OnPageDoc oder OneProSEO, ermitteln.

Du gibst einfach das Keyword ein, zu dem dein Blogartikel gefunden werden soll, und bekommst auf der Basis von Google Autosuggest Fragen ausgespuckt, die Leute bei Google dazu eingeben.

 

Wie baut man W-Fragen in Blogartikel-Texte ein?

Zum Beispiel, indem du die W-Fragen als Subheadlines verwendest, und deinen Artikel anhand dieser Fragen gliederst – so wie ich es in diesem Artikel gemacht habe. ;) Du kannst die W-Fragen aber natürlich auch in Title, Description, Copytext, Bildnamen etc. einbauen. Aber bitte nicht übertreiben!

 

Fazit:

Ich persönlich verwende W-Fragen gerne, um mich besser in die Zielgruppe und ihre Ausgangssituation hineinversetzen zu können, bevor ich mit dem Schreiben beginne. Aber auch SEO-technisch lässt sich der Nutzen von W-Fragen nicht abstreiten. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Einbinden von W-Fragen in deine Texte!

13 Fehler, die ich mit bisherigen Blogs (inkl. diesem) gemacht habe

Während meines 6-monatigen Krankenstandes hatte ich einige Zeit, nachzudenken. Eigentlich habe ich nicht wirklich aktiv nachgedacht, sondern einfach mal mein Gehirn „entspannt“, wodurch die Gedanken, Ideen und Einfälle wie von selbst kamen. Raus aus dem Tunnel und hinauf in die Vogelperspektive, aus der man plötzlich das große Ganze betrachtet und sich nicht nur von Tag zu Tag hangelt.

Dadurch ergaben sich zum Beispiel folgende Veränderungen für LILY Text & Content:

Ich werde endlich mein eigenes Projekt starten.

Ich werde meine Kunden und Projekte dadurch gezwungenermaßen, aber auch weil ich es will, kritischer auswählen.

In dieser Phase der Selbstreflexion bin ich auch meine bisherigen „eigenen“ Blogs durchgegangen und auf viele Fehler und Unstimmigkeiten gestoßen. Dinge, die ich eigentlich besser weiß, und trotzdem falsch gemacht habe. Die ich in der Theorie und für meine Kunden kann, für mich selbst aber nicht. Einfach, weil ich noch nicht genügend Erfahrung hatte, weil es mir egal war, oder weil mir im Alltag die Zeit fehlte.

Ich nehme dich also mit auf eine kleine Zeitreise – durch die Peinlichkeiten, Hoppalas und gravierenden Fehler meiner vergangenen Blog-Versuche. Ich hoffe, dass du aus meinen Fehlern lernen kannst!

 

Der Agenturblog

Mein allererster Blog ist im Jahre 2009 entstanden. Bei meiner damaligen Agentur, bei der ich als Texterin angestellt war, hieß es „Hey, machen wir einen Blog, die sind gerade in“. Schnell war ein simpler Blog bei Blogspot (ein fataler Anfängerfehler) angelegt und die Beschreibung dazu verfasst. Bis heute befinden sich heiße 3 Posts auf dem Blog, Umfang jeweils ca. 100 Wörter (viel zu wenig), zu komplett willkürlichen Themen. Was war schief gelaufen?

Die Fehler:

1. Zu wenig Wissen

2009 hatte ich keine Ahnung von Corporate Blogs, und ich glaube, auch sonst niemand.

2. Keine Erfahrung

Jeder fängt mal klein an, und gerade das Bloggen ist ein ständiger Lernprozess. Wahrscheinlich zeigt niemand seinen ersten Blog gerne her!

3. Keine Strategie

Es gab zu diesem Blog null Content-Strategie – warum machen wir das, was wollen wir damit erreichen, wie kommen wir dort hin? Kein Plan.

4. Keine Organisation

Ein Blog braucht Termine, Listen, Verantwortliche, Deadlines. Bei diesem war nicht mal klar, wer dafür zuständig ist.

 

Der Unternehmensblog

Der Blog dieses Automobil-Unternehmens, bei dem ich im Online Marketing arbeitete, war eher als eine Sammlung an Newsartikeln zu bezeichnen. Die eine Hälfte der Artikel drehte sich um die Produkte und das Unternehmen selbst, die andere um das Segeln. Weil der Eigentümer so gern segelte.

Die Fehler:

5. Reines Werbeformat

Der Blog war weder hilfreich, noch lieferte er einen Nutzen oder Mehrwert für den Leser – er war reine Selbstdarstellung.

6. Keine Relevanz

Das Sponsoring von Segelsport, und damit einhergehend die Berichterstattung darüber, hat für mich bis heute keinerlei Zusammenhang mit dem Produkt. Es war für den Eigentümer persönlich relevant, nicht aber für die Kunden.

 

Der private Blog

Mein dritter Blog war ein persönlicher Blog: Eine Art Tagebuch aus meinem Au Pair-Jahr in den USA von 2011 bis 2012. Hier habe ich halbwegs regelmäßig gebloggt, alle paar Tage bis Monate. Ursprünglich war er dazu gedacht, Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten und nicht immer alles tausend Mal erzählen zu müssen, sondern eine „Informationszentrale“ zu haben. Als ich auch Klicks aus anderen Ländern der Welt bekam (manche Beiträge waren auf Englisch geschrieben), verstand ich zum ersten Mal die Bedeutung von Suchmaschinen für Blogs. Der Blog war aber so persönlich, inkl. Fotos, dass ich ihn nicht mal mit meinen paar hundert Facebook-Freunden teilen wollte.

Die Fehler:

7. Keine Promotion

Ich glaube, wenn ich den Blog regelmäßig z.B. auf Facebook und in entsprechenden Gruppen geteilt hätte, hätte er größer werden können. Das war mir aber unangenehm. Nicht gut, wenn man den eigenen Blog nicht teilen will!

8. Faden verloren

Bevor ich den Blog startete, wollte ich eigentlich auch für andere Au Pairs schreiben und ihnen Tipps zum Prozess, Alltag etc. geben – weil es mir einfach Spaß machte, in unserer Facebook-Gruppe darüber zu schreiben. Das verlor ich aber von Anfang an total aus den Augen, und es wurde eher ein Online-Tagebuch daraus.

 

Dieser Blog

Diesen Blog, den du gerade liest, habe ich ab 2013 ca. 3 Jahre lang (mehr oder weniger) betrieben – am Anfang unglaublich gerne, gegen Ende sind mir leider die Puste, Zeit und Muße ausgegangen. Aus dem wöchentlichen Rhythmus wurde ein 14-tägiger und schließlich ein monatlicher, bis ich nicht mal mehr diesen einhielt.

Die Fehler:

9. Kein Fokus

Ich wollte über alles schreiben. Über das Texten, das Freelancen, das Selbständigsein, Social Media, Content Marketing, SEO, Kongresse, die Zusammenarbeit mit Kunden, Ärger mit SVA und Finanzamt, die Frau in der Arbeitswelt, Popkultur… Aus diesem riesigen Pool an Möglichkeiten wurde es absurderweise immer schwieriger, Themen auszuwählen und mich festzulegen.

10. Keine klare Strategie

Ich konnte mich nicht entscheiden. Privat oder Business? Unterhaltsam oder informativ? Verspielt oder seriös? Ansprache per Du oder Sie? Für Kunden, Texter oder Freundes- und Verwandtenkreis? Ich hatte keine einheitliche Schreibstimme. Ohne klare Vorstellungen oder Ziele schlängelte ich mich durch.

11. Keine Buyer Personas

Ich wusste nicht genau, für wen ich schrieb. Anfangs dachte ich, potenzielle Kunden wären die größte Lesergruppe. Nach und nach zeigte sich aber, dass eher andere Texter auf meine Seite stießen und sich von den Themen angesprochen fühlten. Manchmal schrieb ich auch für Freunde und Verwandte. Aber eigentlich schrieb ich für niemanden im Speziellen.

12. Kein Redaktionsplan

Mein größter Fehler war wahrscheinlich, den Blog zu wenig ernst zu nehmen. Ich trug mir zwar die Termine im Kalender ein, verschob sie dann aber immer wieder. Wenn ich mir dann mal die Zeit nahm, wollte ich in einer Sitzung das Thema finden, recherchieren, schreiben, Fotos suchen, einpflegen und veröffentlichen. Keine gute Idee, und vor allem nicht nachhaltig!

13. Keine Priorität

Kundenprojekte hatten immer Priorität. Schließlich muss ich meine Miete bezahlen. Am Ende eines durchgetexteten Tages oder einer langen Woche war das Letzte, das ich machen wollte, auch noch für meinen Blog zu schreiben. Also wurde es immer ans Ende der To-Do-Liste geschoben. Was auch verständlich ist – wenn man für seinen Blog keine Vision, keine Strategie und nicht mal einen Redaktionsplan hat, wieso sollte man dann ernsthaft Zeit darin investieren?

 

Wie du siehst, gibt es allerhand Fehler, die man bei einem Blog machen kann, und die man vielleicht erst im Nachhinein bemerkt.

Ich will darauf hinaus, dass es okay ist, Fehler zu machen. Ohne diese Blogs hätte ich jetzt nicht die Erfahrung und das Wissen, um endlich meinen eigenen echten, professionellen, (hoffentlich) fehlerlosen Blog zu starten. Auf www.lettersblog.de gibt es bald mehr dazu!

Vielen Dank fürs Lesen, Abonnieren, Teilen und Kommentieren – ich rechne es dir hoch an, dass du das Chaos mitgemacht hast! ;)

Die 3 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs

Dein Unternehmen hat noch immer keinen Blog? Dann wird es aber höchste Zeit! Schließlich gibt es 3 gute Gründe, warum jedes Unternehmen einen Blog starten sollte.

Aber auch wenn du schon einen Blog gelauncht hast, läuft die Maschinerie vielleicht noch nicht so richtig: Die Leser bleiben aus, niemand kommentiert deine Beiträge, die Likes lassen auch zu wünschen übrig.

Vielleicht musst du einfach nur an ein paar Schräubchen drehen, um deinen Blog auf das nächste Level zu hieven! Aber was sind die größten Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs, und wie kannst du sie beeinflussen? Hier erfährst du es: 

Die Top 3 Erfolgsfaktoren für Blogs

1. QUALITÄT: Blogs müssen geliebt werden.

Und zwar von dir UND von deinen Lesern. Halbgare, mittelmäßige Blogs sind pure Zeit- und Geldverschwendung. Du musst genug Zeit und Mühe investieren können und wollen, um den Blog laufend mit qualitativ hochwertigem Content zu befüllen – das ist das Um und Auf jedes erfolgreichen Blogs. Dafür sind unter anderem folgende Punkte notwendig: 

  • Fundierte Recherche

  • Originärer, einzigartiger Content (nichts kopieren!)

  • Zielgruppengerechte Aufmachung

  • Authentizität und Menschlichkeit

  • Tatsächlicher Nutzen für den Leser

  • Regelmäßigkeit

  • Aktualität der Themen

  • Optische Aufwertung (Bilder, Grafiken, Videos, Screenshots…)

Wenn deine Artikel nur nichtssagende 100 Wörter umfassen, lieblos in WordPress geklatscht werden und vor Rechtschreibfehlern strotzen, wird es mit dem Erfolg deines Blogs schwierig werden. 

 

2. SEO: Blogs müssen gefunden werden.

Die gute Nachricht: Blogs verbessern dein Suchmaschinenmarketing und die Sichtbarkeit in Rankings bei Google & Co. Die schlechte Nachricht: Dafür musst du auch etwas tun. Die ultimative SEO-Checkliste für Blogartikel hilft dir schon mal bei der On Page-SEO! Aber auch Regelmäßigkeit in der Veröffentlichung, Links von anderen Seiten und Shares in sozialen Netzwerken geben Google den Eindruck, dass dein Blog nützlich und interessant für potenzielle Leser ist. Und damit kommen wir schon zum dritten Punkt: 

 

Die 3 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs

Bild: thisisglamorous.com

 

3. PROMOTION: Blogs müssen geteilt werden.

Auf „Veröffentlichen“ klicken, zurücklehnen und die Leser kommen in Scharen von selbst auf deinen Blog? So funktioniert es – leider – nicht. Gerade zum Start deines Blogs kannst du dich nicht nur auf Google verlassen, um dir neue Leser zu beschaffen – du musst selber ran und den Suchmaschinen erst beweisen, dass dein Blog es wert ist, in den Suchergebnissen gut gerankt zu werden. Promote deinen Artikel bzw. deinen Blog so viel und so oft wie möglich, um neue Leser zu gewinnen! 

  • Dein Blog sollte einen Hauptmenüpunkt auf deiner Website haben und auf der Startseite angeteasert werden. 

  • Installiere gut sichtbare Social Sharing Buttons auf deinem Blog. 

  • Teile jeden neuen Artikel selbst auf Facebook, Twitter, XING, LinkedIn, Instagram, Pinterest usw. – mehrmals. 

  • Gib deinen Besuchern die Möglichkeit, deinen Blog per E-Mail, RSS-Feed oder Facebook-Like zu abonnieren.

  • Binde deine Blogartikel in deinen Newsletter ein. 

  • Preise deinen Blog auch in E-Mail-Signaturen, Präsentationen, Visitenkarten etc. an. Nur nicht so schüchtern! 

  • Auch Gastbloggen, die Interaktion mit anderen Blogs oder das Posten in Facebook-Gruppen helfen dabei, deinen Blog zu verbreiten – aber bitte nicht spammen! 

 

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für deinen Blog

Der „dreieinhalbte“ Erfolgsfaktor für Blogs ist außerdem Commitment: Dran bleiben, hartnäckig sein und Geduld zeigen ist für die Betreuung eines Corporate Blogs unverzichtbar. Bis du erste Erfolge in Form von Reaktionen siehst, kann es schon mal ein paar Monate dauern – und auch zwischendurch wird es Durchhänger und Motivationstiefs geben. Aber Durchhalten lohnt sich – versprochen! 

 

Gratis Download:

In 5 Schritten zum erfolgreichen Business Blog

Wenn deine Motivation und auch deine Neugier jetzt geweckt sind, kann ich dir das eBook zum Thema Business Blogging von Take Off PR empfehlen – das ich geschrieben habe. ;) Hier kannst du es kostenlos downloaden: 

content.takeoffpr.com/ebook-business-blogging

eBook Business Blogging

Bild: Take Off PR

Was sind deine persönlichen Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreibe mir auf Facebook – ich freue mich auf dein Feedback!