Wie ich letzte Woche einen viralen Artikel schrieb: 11 Erkenntnisse

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Letzte Woche schrieb ich einen Artikel für t3n, der durch die Decke ging. Während ich voller Glück zusah, wie sich die Visits, Kommentare und Shares stetig anhäuften, dachte ich mir: Dieses geile Gefühl will ich öfter haben! Also analysierte ich die Erfolgsfaktoren des Artikels IKEA stellt Standing Desk vor: 7 gute Gründe für das Arbeiten im Stehen. Hier lest ihr meine glorreichen Erkenntnisse zum Nachmachen: 

1. Breites Publikum

Logischerweise hat ein Artikel bessere Chancen, oft gelesen zu werden, wenn die Leserschaft des Mediums groß ist. t3n hat aktuell über 82.000 Facebook-Fans, 54.000 Twitter-Follower und sogar 66.000 Subscriber bei Google+. Hätte ich genau denselben Artikel auf meinem eigenen Blog gepostet, hätte er höchstwahrscheinlich nicht so eine große Reichweite gehabt! ;)

2. Aktualität durch Launch

Ursprünglich ging der Arbeitstitel des Artikels in die Richtung “Die Vorteile des Arbeitens im Stehen”. Bei der Recherche fiel mir auf, dass IKEA nur Tage zuvor einen Standing Desk gelauncht hatte. Jackpot! Denn wie ich schon in der Werbe Akademie gelernt hatte: Die kraftvollsten Worte in der Werbung sind noch immer “Jetzt neu”!

Artikel Tweets

3. Große Marke

IKEA ist natürlich eine Marke, die wirklich JEDEM geläufig ist. Wahrscheinlich sitzt du gerade auf einem IKEA-Stuhl oder liegst in einem IKEA-Bett. Wenn IKEA also etwas Neues auf den Markt bringt, ist man naturgemäß neugierig und betrachtet es auch als State of the Art. 

4. Innovation, die im Trend liegt

Die Idee eines Standing Desk und des Arbeitens im Stehen wurde im letzten Jahr immer häufiger unter Bloggern, Webworkern und Freelancern diskutiert. Das Thema liegt gerade im Trend, hat aber immer noch Innovationscharakter, weil es noch nicht in der breiten Masse angekommen ist. Ergo: Wer den Artikel teilt, fühlt sich innovativ und schlau

5. Kontroverses Thema

Die Meinungen zum Arbeiten im Stehen gehen weit auseinander. Selbst ernannte Physiologen diskutieren wutentbrannt über die Vor- und Nachteile. Sobald man eine “Du-bist-dumm-nein-DU-bist-dumm”-Diskussion losgetreten hat, verbreitet sich ein Artikel wie ein Lauffeuer. Noch den einen oder anderen Troll dazu, und los geht’s! ;)

IKEA Standing Desk Viraler Artikel

6. Angst als vorherrschende Emotion

“Sitzen killt uns: Langsam, aber sicher.” o.O Wir alle wissen, dass wir zu viel sitzen, uns zu wenig bewegen, zu ungesund essen, zu viel trinken und überhaupt insgesamt sowieso dem Tode geweiht sind. Trotzdem sind die wahren Auswirkungen des langen Sitzens wahrscheinlich erst Wenigen bekannt. 

7. Relevanz für die Zielgruppe

Es ist natürlich kein Zufall, dass ich mir genau dieses Thema für dieses Magazin überlegt habe. Über die Wichtigkeit von relevanten Inhalten für die spezifische Zielgruppe muss ich an dieser Stelle glaube ich nicht weiter ausholen. 

8. Identifikation mit dem Thema

Gerade jemand, der ein Online-Tech-Magazin liest, sitzt wahrscheinlich ziemlich viel – im Büro und vor dem Laptop. Ich will hier nicht mit Vorurteilen um mich werfen, aber es ist sicher so und ich nehme mich da selbst nicht aus! :P Deswegen fühlt sich der Leser vom Artikel gleich persönlich angesprochen. 

9. Liste als beliebte Form

Sicher auch ein Erfolgsfaktor war, dass der Artikel neben dem News-Charakter auch noch eine allseits beliebte Aufzählung enthält. Listen sind nach wie vor die beliebteste Artikel-Form, auch wenn viele sich über ihre Unoriginalität beschweren: Sie funktionieren einfach. 

Viraler Artikel Liste Bilder

10. Gutes Bildmaterial

Ich hatte das Glück, dass IKEA selbst sehr gutes Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat. Der Tisch sieht toll aus, das Studio wirkt modern und clean und das Model ist auch optisch ansprechend. Die Farbwelt passt ebenfalls gut zur Tech-Zielgruppe von t3n. Eine Kollegin fand dann noch das erklärende Bild dazu – perfekt!  

11. Keine Angst vor Repostings

Ich habe den Artikel unabsichtlich für Social Media doppelt gescheduled: Auf Facebook wurde er zwei Mal und auf Twitter vier Mal innerhalb kurzer Zeit gepostet. Hat sich jemand beschwert, dass er “zugespamt” wird? Nicht im Geringsten! Der Artikel wurde jedes Mal positiv aufgenommen. 

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Fazit: Aktualität, Innovation, Kontroverse, Relevanz, Emotionen usw. sind nicht nur leere und viel gebrauchte Worthülsen, sondern wirklich essenziell im Blog Marketing! Wenn man sich ein paar dieser Tipps beim Schreiben vor Augen führt, kann man sicher bessere Ergebnisse erzielen. Viel Erfolg dabei! 

Bilder: t3n

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