10 Wege, verdammt schlechte Texte zu schreiben

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Egal ob für Website, Blog, Social Media, Newsletter oder Broschüre: Schlechte Texte sind ein Albtraum – für den Leser genauso wie für das Unternehmen. Der Leser wird von schlechten Texten sofort abgeschreckt, und das Unternehmen macht sich mitunter seinen ganzen Marketingaufwand zunichte. Wenn das Ihr Ziel ist, sollten Sie diese 10 Wege, um verdammt schlechte Texte zu schreiben, beherzigen: 

1. Schreiben Sie generisch.

Der Leser muss innerhalb von 4 Sekunden verstanden haben, worum es geht. Wischiwaschi, Geschwafel und unkonkretes Geschreibsel sind hinausgeworfenes Geld. Niemand außer Ihnen weiß, wovon Sie eigentlich reden oder worauf Sie hinauswollen. Genauso schlimm ist generischer Text, der genauso gut auf Ihre Konkurrenz zutreffen könnte und den man schon gefühlte tausend Mal gelesen hat. Reinste Zeitverschwendung! 

2. Blasen Sie den Text auf. 

Sie möchten unbedingt auf 500 Wörter kommen? Das ist sehr rühmlich, da lange Texte besser performen, aber wenn Sie nicht mehr als 300 Wörter zu sagen haben, keine gute Idee. Anstatt den Text unnötig aufzublasen, wählen Sie lieber einen anderen Blickwinkel für Ihren Text, um mehr darüber schreiben zu können. Die Wörter, Sätze und Absätze müssen nicht nur kurz, sondern auch knackig sein: Kommen Sie auf den Punkt! 

3. Seien Sie faul.

Andersherum ist es auch eine Todsünde, oberflächlich zu schreiben und ein Thema nicht auszureizen. Gute Texte hängen nicht davon ab, wie kurz oder lang sie sind, sondern wie interessant! Investieren Sie genügend Zeit in die Recherche und Strukturierung Ihres Themas und nutzen Sie den Platz, der sich Ihnen bietet, bestmöglich aus. 

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4. Verzichten Sie auf die Basics.

Auch wenn ein Text noch so interessant und hilfreich ist: Vokabular, Grammatik und Stilistik zu vernachlässigen, kann sich auch der beste Texter nicht leisten. Rechtschreibfehler lassen Sie inkompetent wirken, obwohl Sie vielleicht fachlich durchaus fundiert über Ihr Thema schreiben können. Das wäre doch schade! 

5. Haben Sie keine eigene Stimme. 

Es ist natürlich verlockend, auf der sicheren Seite zu bleiben und sich mit seinen Texten nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen – die Konkurrenz nachzuahmen oder im gemütlichen Mittelmaß aus nicht schlecht, aber auch nicht herausragend zu bleiben. Aber wenn Sie Ihre eigene Stimme nicht durchkommen lassen, gehen Ihre Texte in einem Meer aus schon Dagewesenem unter. 

6. Wählen Sie die falschen Wörter. 

Die falschen Wörter sind entweder zu langweilig oder zu kompliziert. Die Wortwahl soll Ihren Leser fesseln, aber nicht überfordern. Und Überforderung ist in diesem Fall nicht wie “Ich verstehe es nicht” gemeint, sondern wie “Ich habe keine Lust, mir eine Zehntelsekunde Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken und es zu verstehen”. 

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7. Schenken Sie Details keine Aufmerksamkeit.

Ihr Leser merkt es, wenn Sie beim Schreiben die Lust verloren haben oder keine Zeit mehr hatten, den letzten Feinschliff zu machen. Das ist gegenüber dem Leser, der sich die Zeit genommen hat, sich mit Ihren Texten zu beschäftigen, respektlos. Optimieren Sie Ihre Texte hinsichtlich Satzbau, Textfluss, Absatzschaltung, Zwischenüberschriften und Vollständigkeit sowie Erscheinungsbild. 

8. Konzentrieren Sie sich auf SEO.

Vergessen Sie Formeln wie WDF*IDF. Was bringt es Ihnen, wenn Sie über Suchmaschinen gut gefunden werden, wenn dann kein Mensch Ihren unverständlichen, roboterartigen Text liest? Nichts! Wenn Sie klar und prägnant schreiben, haben Ihre Texte von Natur aus die richtige Keyword-Dichte und auch die inhaltliche Qualität, um Leser bei der Stange zu halten und zu Aktionen zu bewegen. 

9. Versuchen Sie, besonders clever zu sein. 

Wortspiele oder Zweideutigkeiten gehen genau in die entgegengesetzte Richtung der heutigen Anforderungen an Werbetexte: Sie müssen einfach, prägnant und schnell zu erfassen sein. Wir müssen aufhören, kreative oder lustige Werbung zu machen – das war in den 80ern notwendig, damit sie im Gedächtnis bleibt, ist aber in der heutigen digital durchdrungenen Welt nicht mehr relevant. 

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10. Lügen und übertreiben Sie. 

Die Grenzen der Glaubwürdigkeit sind fließend, und sind sie einmal überschritten, sind Vertrauen und Image bei Ihren Lesern dahin. Versprechen wie “Nehmen Sie 10 Kilo in einer Woche ab” verprellen sie sofort. Wir sind für Spam und Scams sensibilisiert und daher misstrauisch. Drehen Sie den Spieß um und trauen Sie sich, die ungeschönte Wahrheit zu erzählen! Was danach kommt, wird viel glaubwürdiger und auch sympathischer wahrgenommen. 

FAZIT für gute und schlechte Texte 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der größte Erfolgsfaktor guter Texte ist meiner Meinung nach VERSTÄNDLICHKEIT. “Don’t make people think” lautet Copyblogger’s “Law of the Web”. Wer die Gratwanderung zwischen watscheneinfach und trotzdem interessant hinbekommt, wird im Online-Texten Erfolg haben. 

Sie müssen und sollen in Ihren Texten nicht beweisen, wie gebildet, witzig, clever oder toll Sie sind. Das interessiert den Leser nicht! Konzentrieren Sie sich auf die Bedürfnisse des Lesers und wie Sie diese erfüllen können. Der Fokus auf den Leser ist etwas, das man sich erst antrainieren muss und das mit der Zeit und Erfahrung aber von alleine kommt.  

“A good writer will always find it very hard to fill a single page. A bad writer will always find it easy.” Aubrey Kalitera

Alle Bilder: Pinterest

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